R&R CGN

Future Lab Young Europe 2019


8.–23. November 2019

Ein Vierteljahrhundert nachdem Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“ ausrief, sieht die Zukunft für die heutige europäische Jugend offener und herausfordernder aus als je zuvor. Politisch steht der globale Trend zu mehr Demokratie auf der Kippe, die transatlantische Partnerschaft zwischen Europa und den USA scheint an Gewicht zu verlieren, und das europäische Projekt ist in Gefahr. Technologien von KI und Big Data über 3D-Druck und Nanotech bis hin zur Gentechnik und Technikfolgen von Klimawandel über zunehmende Überwachung bis hin zur digitalen Wirtschaft werden massive Auswirkungen auf die Zukunft haben, in die die heutige Generation hineinwächst. Diese Ökonomien und Technologien so zu gestalten, dass sie der Menschheit dienen, soziale Ungleichheit, Armut und Krieg verringern und Freiheit und Demokratie für alle erhalten/erhalten, wird eine zentrale Aufgabe für die heutige Jugend und zukünftige Generationen sein und sollte nicht allein in den Händen der aktuellen Eliten bleiben.

Mit dem Projekt "FLYE19 - Future Lab Young Europe" wollen wir einen internationalen künstlerischen Laborraum für junge Menschen schaffen, der sie zum Austausch, Experimentieren und Querdenken befähigt: 38 Jugendliche aus 6 Ländern treffen sich für zwei Wochen auf Baltrum, einer abgelegenen Nordseeinsel ohne Autoverkehr in einem Selbstversorgerhaus am Rande eines Naturschutzgebietes. Ausgehend von ihren Erfahrungen und der Diskussion der gegenwärtiger Krisen und Herausforderungen entwickeln sie Zukunftsvisionen - in Anlehnung an die künstlerische Tradition von Science Fiction als moderner Prophezeiung, die Risiken und Chancen aktueller Entwicklungen in die Zukunft projiziert. In kleinen, international gemischten Arbeitsgruppen entstehen thematische Kurzfilme, Live-Performances, Installationen, Lieder, Sprechtexte, Musikvideos oder andere Kunstformen und rufen zum Handeln für eine lebensfreundliche Zukunft für alle auf.

FLYE19 ist ein RRCGN-Projekt und wird gefördert vom EU-Programm Erasmus+ und unterstützt von der Stadt Köln. Internationale Projektpartner sind SMouTh Larissa/Griechenland, GAIN Liverpool/UK, KITKC Kaunas/Litauen, ARA Roubaix bei Lille/Frankreich und CCC Florenz/Italien.